Kurz erklärt
Eine Schadenmeldung auf der Website besteht aus einem gut sichtbaren Knopf, der zu einer geführten Meldestrecke führt. Er gehört in den Kopfbereich, oben auf die Startseite, auf die Leistungsseiten zu Unfall, Hagel und Glas und auf die Kontaktseite. Derselbe Link kommt ins Google-Unternehmensprofil. Vor dem Start prüfst du alles am Handy, denn dort wird nach einem Schaden gemeldet.
Warum das Kontaktformular keine Schadenmeldung ist
Fast jede Werkstatt-Website hat ein Kontaktformular: Name, Telefon, Nachricht. Für eine Terminanfrage reicht das. Für einen Schaden nicht, denn das Freitextfeld lässt den Kunden allein. Er schreibt, was ihm einfällt, meistens „Hatte einen Unfall, bitte zurückrufen“, und dein Team fängt am Telefon von vorn an.
Dazu kommt ein zweites Problem: Das Kontaktformular liegt meistens ganz unten oder auf einer eigenen Seite. Wer nach einem Unfall mit zitternden Händen auf dem Handy deine Seite öffnet, sucht nicht. Er sieht oben eine Telefonnummer, ruft an, und wenn niemand abnimmt, ist er weg.
Eine Schadenmeldung auf der Website braucht deshalb zwei Dinge: einen eigenen, sichtbaren Einstieg und dahinter eine geführte Strecke, die Frage für Frage abholt, was dein Team braucht. Was in diese Fragen gehört, steht in der Checkliste zur Schadenaufnahme.
Wo der Knopf hingehört
Ein Knopf an einer Stelle reicht nicht, weil Kunden auf verschiedenen Seiten landen. Wer „Hagelschaden Werkstatt“ sucht, kommt auf deiner Hagelseite an, nicht auf der Startseite. Diese fünf Stellen decken die üblichen Wege ab:
| Stelle | Warum dort | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Kopfbereich | Ist auf jeder Seite sichtbar, auch mobil | Am Handy neben dem Menü, nicht im aufgeklappten Menü versteckt |
| Startseite oben | Erster Blick nach dem Klick aus Google | Ohne Scrollen sichtbar, in deiner Akzentfarbe |
| Leistungsseiten | Unfall, Hagel, Glas, Lack: dort landen Suchende mit konkretem Schaden | Der Knopf führt direkt in den passenden Weg |
| Kontaktseite | Wer anrufen will, sieht die Alternative | Über dem allgemeinen Kontaktformular, nicht darunter |
| Fußzeile | Für alle, die ganz nach unten scrollen | Kurzer Text, gleicher Link wie oben |
Wichtig ist der Blick aufs Handy. Viele Website-Baukästen klappen den Kopfbereich auf kleinen Bildschirmen in ein Menü ein. Dann ist der Knopf zwar da, aber unsichtbar. Prüf, ob er auch mobil ohne Antippen des Menüs zu sehen ist.
Link, Knopf oder eingebettetes Formular
Technisch gibt es zwei Wege, eine Schadenmeldung auf die Website zu bringen. Der einfache Weg ist ein Knopf, der auf die Adresse der Meldestrecke verlinkt. Der aufwendigere ist ein Formular, das direkt in die Seite eingebettet wird.
Knopf mit Link
Funktioniert mit jedem Baukasten und jedem Webdesigner in wenigen Minuten. Die Meldestrecke öffnet sich auf eigener Seite, im Auftritt deines Betriebs. Derselbe Link funktioniert auch im Google-Profil, in WhatsApp und auf dem QR-Code.
Eingebettetes Formular
Wirkt nahtlos, braucht aber mehr Abstimmung: Platz auf kleinen Bildschirmen, Ladezeit, Cookie-Hinweise. Ein selbst gebautes Formular hat dazu oft keinen geführten Ablauf und keine Foto-Hochladefunktion, die am Handy zuverlässig läuft.
Für die meisten Betriebe ist der Knopf mit Link die bessere Wahl, weil ein Link überall gleich funktioniert. Bei Mein Schadenfall bekommst du genau das: einen festen Link und einen QR-Code zu deiner Meldestrecke, die dein Webdesigner oder du selbst als Knopf einsetzt. Wie die Strecke dahinter abläuft, zeigt So funktioniert es.
Die richtigen Worte für den Knopf
Der Knopf soll in zwei Sekunden verstanden werden. Fachbegriffe und Werbesprache halten auf. Bewährt haben sich kurze Formulierungen mit dem Wort, das der Kunde selbst im Kopf hat:
- „Schaden melden“ als Standard für den Kopfbereich.
- „Unfall melden“ oder „Hagelschaden melden“ auf den passenden Leistungsseiten.
- „Steinschlag melden“ auf der Glasseite, weil Kunden den Schaden so nennen.
- Ein kurzer Satz darunter, der die Angst nimmt, etwa „Dauert ein paar Minuten, Fotos direkt vom Handy“.
Lieber nicht: „Jetzt Schadenmanagement starten“ oder „Online-Schadensanzeige“. Das klingt nach Versicherung und Formularkram. Warum die Wortwahl zählt, erklärt der Artikel Schadenmeldung, Schadensanzeige, Schadenfall.
Das Google-Unternehmensprofil ist deine zweite Website
Viele Kunden kommen gar nicht auf deine Website. Sie suchen deinen Betrieb bei Google, sehen das Unternehmensprofil mit Bewertungen, Öffnungszeiten und Telefonnummer und entscheiden dort. Deshalb gehört der Link zur Schadenmeldung auch ins Profil.
Im Profil kannst du einen Website-Link und je nach Branche weitere Links hinterlegen. Zusätzlich lässt sich die Meldestrecke in Beiträgen im Profil verlinken, zum Beispiel nach einem Unwetter. Außerhalb der Öffnungszeiten ist das Profil oft der einzige Ort, an dem ein Kunde überhaupt etwas von dir sieht. Wie du diese Zeit nutzt, beschreibt der Artikel Schadenmeldung außerhalb der Öffnungszeiten.
Datenschutz und Impressum: was du vorher klärst
Sobald über deine Website personenbezogene Daten fließen, gehört das in deine Datenschutzerklärung. Bei einer Meldestrecke sind das Name, Kontakt, Kennzeichen und Fotos. Kläre mit deinem Datenschutzbeauftragten oder der Kanzlei, die deine Website betreut, wie der Dienst dort beschrieben wird.
Bei Mein Schadenfall läuft die Übermittlung über unser System, Betreiber und Verarbeiter ist die Smoke and Luck GmbH, die Daten werden an deinen Betrieb weitergeleitet. Die Angaben dazu bekommst du bei der Einrichtung. Ob und wie das in deine Datenschutzerklärung gehört, entscheidet dein Datenschutzbeauftragter.
So prüfst du den Einbau vor dem Start
Am eigenen Handy öffnen
Nicht am Rechner im Büro, sondern am Handy über das Mobilnetz. Ist der Knopf auf der Startseite ohne Scrollen zu sehen?
Jede Leistungsseite durchklicken
Führt der Knopf auf der Hagelseite in den Hagel-Weg und auf der Glasseite in den Glas-Weg?
Eine Testmeldung abschicken
Mit echten Fotos aus der Galerie. Kommt die Meldung im Postfach und im Dashboard an, und sind die Fotos lesbar?
Google-Profil prüfen
Den Betrieb in Google suchen, das Profil öffnen, den Link antippen. Landet man in der Meldestrecke?
Danach geht es darum, dass Kunden den Weg auch außerhalb der Website kennen: auf Rechnung, Aufkleber und Theke. Das beschreibt der Artikel Schadenmeldung bekannt machen. Was die Stufen von Mein Schadenfall dafür mitbringen, steht auf der Seite Pakete; Fragen zu deiner Website klären wir in einer kostenlosen Beratung.
Keine Rechtsberatung. Dieser Artikel gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Maßgeblich sind der jeweilige Versicherungsvertrag und die aktuelle Rechtslage; bei Fragen zum eigenen Fall hilft ein Verkehrsanwalt.
Über den Autor
Christoph Brinke
Gelernter Lackierer und Kfz-Sachverständiger, heute Geschäftsführer der Smoke and Luck GmbH in Elchingen bei Ulm, die Mein Schadenfall betreibt. Er kennt die Schadenmeldung aus Werkstatt, Begutachtung und Abwicklung.
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