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Schadenmeldung

Schadenmeldung auf der eigenen Website einbauen: so findet sie jeder

Ein Formular auf der Kontaktseite ist keine Schadenmeldung. Die Meldung braucht einen eigenen Knopf, und der gehört dorthin, wo Kunden nach einem Schaden zuerst hinschauen.

Christoph BrinkeChristoph Brinke
Geschäftsführer, Smoke and Luck GmbH
6 Minuten Lesezeit

Kurz erklärt

Eine Schadenmeldung auf der Website besteht aus einem gut sichtbaren Knopf, der zu einer geführten Meldestrecke führt. Er gehört in den Kopfbereich, oben auf die Startseite, auf die Leistungsseiten zu Unfall, Hagel und Glas und auf die Kontaktseite. Derselbe Link kommt ins Google-Unternehmensprofil. Vor dem Start prüfst du alles am Handy, denn dort wird nach einem Schaden gemeldet.

Warum das Kontaktformular keine Schadenmeldung ist

Fast jede Werkstatt-Website hat ein Kontaktformular: Name, Telefon, Nachricht. Für eine Terminanfrage reicht das. Für einen Schaden nicht, denn das Freitextfeld lässt den Kunden allein. Er schreibt, was ihm einfällt, meistens „Hatte einen Unfall, bitte zurückrufen“, und dein Team fängt am Telefon von vorn an.

Dazu kommt ein zweites Problem: Das Kontaktformular liegt meistens ganz unten oder auf einer eigenen Seite. Wer nach einem Unfall mit zitternden Händen auf dem Handy deine Seite öffnet, sucht nicht. Er sieht oben eine Telefonnummer, ruft an, und wenn niemand abnimmt, ist er weg.

Eine Schadenmeldung auf der Website braucht deshalb zwei Dinge: einen eigenen, sichtbaren Einstieg und dahinter eine geführte Strecke, die Frage für Frage abholt, was dein Team braucht. Was in diese Fragen gehört, steht in der Checkliste zur Schadenaufnahme.

Wo der Knopf hingehört

Ein Knopf an einer Stelle reicht nicht, weil Kunden auf verschiedenen Seiten landen. Wer „Hagelschaden Werkstatt“ sucht, kommt auf deiner Hagelseite an, nicht auf der Startseite. Diese fünf Stellen decken die üblichen Wege ab:

StelleWarum dortWorauf du achtest
KopfbereichIst auf jeder Seite sichtbar, auch mobilAm Handy neben dem Menü, nicht im aufgeklappten Menü versteckt
Startseite obenErster Blick nach dem Klick aus GoogleOhne Scrollen sichtbar, in deiner Akzentfarbe
LeistungsseitenUnfall, Hagel, Glas, Lack: dort landen Suchende mit konkretem SchadenDer Knopf führt direkt in den passenden Weg
KontaktseiteWer anrufen will, sieht die AlternativeÜber dem allgemeinen Kontaktformular, nicht darunter
FußzeileFür alle, die ganz nach unten scrollenKurzer Text, gleicher Link wie oben
Fünf Stellen für den Knopf zur Schadenmeldung. Alle Knöpfe zeigen auf dieselbe Meldestrecke oder auf den passenden Weg darin.

Wichtig ist der Blick aufs Handy. Viele Website-Baukästen klappen den Kopfbereich auf kleinen Bildschirmen in ein Menü ein. Dann ist der Knopf zwar da, aber unsichtbar. Prüf, ob er auch mobil ohne Antippen des Menüs zu sehen ist.

Die richtigen Worte für den Knopf

Der Knopf soll in zwei Sekunden verstanden werden. Fachbegriffe und Werbesprache halten auf. Bewährt haben sich kurze Formulierungen mit dem Wort, das der Kunde selbst im Kopf hat:

  • „Schaden melden“ als Standard für den Kopfbereich.
  • „Unfall melden“ oder „Hagelschaden melden“ auf den passenden Leistungsseiten.
  • „Steinschlag melden“ auf der Glasseite, weil Kunden den Schaden so nennen.
  • Ein kurzer Satz darunter, der die Angst nimmt, etwa „Dauert ein paar Minuten, Fotos direkt vom Handy“.

Lieber nicht: „Jetzt Schadenmanagement starten“ oder „Online-Schadensanzeige“. Das klingt nach Versicherung und Formularkram. Warum die Wortwahl zählt, erklärt der Artikel Schadenmeldung, Schadensanzeige, Schadenfall.

Das Google-Unternehmensprofil ist deine zweite Website

Viele Kunden kommen gar nicht auf deine Website. Sie suchen deinen Betrieb bei Google, sehen das Unternehmensprofil mit Bewertungen, Öffnungszeiten und Telefonnummer und entscheiden dort. Deshalb gehört der Link zur Schadenmeldung auch ins Profil.

Im Profil kannst du einen Website-Link und je nach Branche weitere Links hinterlegen. Zusätzlich lässt sich die Meldestrecke in Beiträgen im Profil verlinken, zum Beispiel nach einem Unwetter. Außerhalb der Öffnungszeiten ist das Profil oft der einzige Ort, an dem ein Kunde überhaupt etwas von dir sieht. Wie du diese Zeit nutzt, beschreibt der Artikel Schadenmeldung außerhalb der Öffnungszeiten.

Datenschutz und Impressum: was du vorher klärst

Sobald über deine Website personenbezogene Daten fließen, gehört das in deine Datenschutzerklärung. Bei einer Meldestrecke sind das Name, Kontakt, Kennzeichen und Fotos. Kläre mit deinem Datenschutzbeauftragten oder der Kanzlei, die deine Website betreut, wie der Dienst dort beschrieben wird.

Bei Mein Schadenfall läuft die Übermittlung über unser System, Betreiber und Verarbeiter ist die Smoke and Luck GmbH, die Daten werden an deinen Betrieb weitergeleitet. Die Angaben dazu bekommst du bei der Einrichtung. Ob und wie das in deine Datenschutzerklärung gehört, entscheidet dein Datenschutzbeauftragter.

So prüfst du den Einbau vor dem Start

  1. Am eigenen Handy öffnen

    Nicht am Rechner im Büro, sondern am Handy über das Mobilnetz. Ist der Knopf auf der Startseite ohne Scrollen zu sehen?

  2. Jede Leistungsseite durchklicken

    Führt der Knopf auf der Hagelseite in den Hagel-Weg und auf der Glasseite in den Glas-Weg?

  3. Eine Testmeldung abschicken

    Mit echten Fotos aus der Galerie. Kommt die Meldung im Postfach und im Dashboard an, und sind die Fotos lesbar?

  4. Google-Profil prüfen

    Den Betrieb in Google suchen, das Profil öffnen, den Link antippen. Landet man in der Meldestrecke?

Danach geht es darum, dass Kunden den Weg auch außerhalb der Website kennen: auf Rechnung, Aufkleber und Theke. Das beschreibt der Artikel Schadenmeldung bekannt machen. Was die Stufen von Mein Schadenfall dafür mitbringen, steht auf der Seite Pakete; Fragen zu deiner Website klären wir in einer kostenlosen Beratung.

Keine Rechtsberatung. Dieser Artikel gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Maßgeblich sind der jeweilige Versicherungsvertrag und die aktuelle Rechtslage; bei Fragen zum eigenen Fall hilft ein Verkehrsanwalt.

Christoph Brinke, Geschäftsführer der Smoke and Luck GmbH

Über den Autor

Christoph Brinke

Gelernter Lackierer und Kfz-Sachverständiger, heute Geschäftsführer der Smoke and Luck GmbH in Elchingen bei Ulm, die Mein Schadenfall betreibt. Er kennt die Schadenmeldung aus Werkstatt, Begutachtung und Abwicklung.

Christoph Brinke auf LinkedIn

Antworten

Häufige Fragen

Wie baue ich eine Schadenmeldung auf meiner Website ein?

Am einfachsten mit einem Knopf, der auf eine geführte Meldestrecke verlinkt. Er gehört in den Kopfbereich, oben auf die Startseite, auf die Leistungsseiten und auf die Kontaktseite. Das geht mit jedem Website-Baukasten.

Reicht ein Kontaktformular für Schadenmeldungen?

Für eine Terminanfrage ja, für einen Schaden selten. Ein Freitextfeld fragt nicht nach Kennzeichen, Versicherung, Hergang und Fotos. Die Angaben muss das Team dann am Telefon nachholen.

Wie soll der Knopf zur Schadenmeldung heißen?

Kurz und in der Sprache des Kunden: „Schaden melden“ im Kopfbereich, „Unfall melden“, „Hagelschaden melden“ oder „Steinschlag melden“ auf den passenden Leistungsseiten.

Gehört die Schadenmeldung auch ins Google-Unternehmensprofil?

Ja. Viele Kunden entscheiden direkt im Profil, ohne die Website zu öffnen. Der Link zur Meldestrecke kann dort hinterlegt und in Beiträgen verlinkt werden, etwa nach einem Unwetter.

Brauche ich eine eigene Website für eine digitale Schadenmeldung?

Nein. Eine Meldestrecke funktioniert auch ohne Website, zum Beispiel über QR-Code, Google-Profil und WhatsApp. Gibt es eine Website, gehört der Link aber gut sichtbar darauf.

Dein nächster Schritt

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In einer kostenlosen Beratung zeigen wir dir, wie die Schadenmeldung in deinem Betrieb aussehen kann, im Logo und in den Farben deines Betriebs.

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