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Schadenmeldung

Schadenmeldung per App oder per Link: was für deine Kunden besser funktioniert

Eine App muss da sein, bevor der Schaden passiert. Ein Link funktioniert auch, wenn der Kunde erst auf dem Parkplatz an dich denkt.

Christoph BrinkeChristoph Brinke
Geschäftsführer, Smoke and Luck GmbH
6 Minuten Lesezeit

Kurz erklärt

Eine Schadenmeldung per App setzt voraus, dass der Kunde die App vorher installiert und sich angemeldet hat. Eine Meldung per Link oder QR-Code läuft direkt im Browser des Handys, ohne Installation und ohne Konto. Für Anbieter mit laufendem Kundenkonto, etwa Versicherer, passt die App. Für einen Kfz-Betrieb passt eher der Link, weil der Kunde ihn erst im Schadenfall braucht.

Freitag, 18:20, Supermarktparkplatz: „Laden Sie zuerst unsere App“

Der Kunde steht vor seiner eingedrückten Tür. Er will seinem Betrieb den Schaden melden, findet auf der Website einen Hinweis auf eine App, tippt auf den Store. Die App lädt. Dann will sie ein Konto, eine Mailadresse, ein Passwort mit Sonderzeichen, eine Bestätigung per Mail. Der Akku steht bei neun Prozent.

Hinter solchen Lösungen steht ein verständlicher Gedanke: „Heute hat doch jeder für alles eine App.“ Für Dinge, die man jede Woche braucht, stimmt das. Für eine Werkstatt, mit der der Kunde selten zu tun hat, ist die App eine Hürde in genau dem Moment, in dem er keine Geduld hat. Er bricht ab und ruft am Montag an, oder er meldet dort, wo es gerade schneller ging.

Niemand hat hier etwas falsch gemacht. Die App war gut gemeint. Sie passt nur nicht zu dem Moment, für den sie gebaut ist. Dieser Artikel vergleicht beide Wege und zeigt, was eine Online-Meldung per Link braucht.

Was eine App gut kann

Apps haben echte Stärken, und es gibt gute Gründe, warum Versicherer eigene Apps oder Kundenportale anbieten. Wer dort ohnehin ein Konto hat, findet Vertrag, Dokumente und frühere Schäden an einem Ort.

  • Das Konto kennt den Kunden: Name, Vertrag und Fahrzeug sind schon hinterlegt.
  • Mitteilungen aufs Handy: Der Anbieter kann über den Stand informieren, ohne dass der Kunde nachsieht.
  • Verlauf und Dokumente: Frühere Meldungen, Schreiben und Rechnungen liegen an einer Stelle.
  • Passt für Kunden mit häufigem Kontakt, etwa Fuhrparks, die regelmäßig Schäden melden.

Die Voraussetzung für all das ist dieselbe: Der Kunde muss die App schon haben, bevor etwas passiert. Bei einem Versicherer oder einem Fuhrpark ist das plausibel. Bei einem Kfz-Betrieb, den ein Privatkunde ein- oder zweimal im Jahr braucht, ist es die Ausnahme.

Wo die App im Schadenfall bremst

Im Schadenfall ist der Kunde nicht in der Stimmung, etwas einzurichten. Jede dieser Stufen ist ein Moment, in dem er abbrechen kann:

  1. Finden

    Er muss wissen, dass es eine App gibt, und sie im Store unter dem richtigen Namen finden.

  2. Installieren

    Speicherplatz, mobile Daten, Wartezeit, eventuell ein Update des Betriebssystems.

  3. Registrieren

    Konto anlegen, Passwort wählen, Mail bestätigen, Bedingungen akzeptieren.

  4. Berechtigungen

    Kamera, Fotos, Standort und Mitteilungen freigeben, jede als eigene Abfrage.

  5. Melden

    Erst jetzt beginnt das, wofür er eigentlich gekommen ist.

Bei einer Meldung per Link fallen die ersten drei Stufen weg. Der Kunde scannt den QR-Code oder tippt auf den Link und ist sofort beim ersten Schritt der Meldung. Die Freigabe der Kamera fragt der Browser nur, wenn der Kunde ein Foto aufnehmen will.

Wie Mein Schadenfall das löst

Mein Schadenfall läuft direkt im Browser auf dem Handy, ohne App und ohne Registrierung. Dein Kunde scannt den QR-Code an der Annahme, am Fahrzeug oder auf dem Flyer oder öffnet den Link auf deiner Website und im Google-Unternehmensprofil. Er wählt, was passiert ist, und wird durch die passende Meldestrecke geführt, im Logo und in den Farben deines Betriebs.

Für WhatsApp gibt es eine Sharing-Karte: einen fertigen Link mit deinem Logo in der Vorschau, den du Kunden direkt schicken kannst. Die Meldung kommt vollständig mit Fotos, Fahrzeug, Kennzeichen und Kontakt in dein Postfach oder dein DMS und steht im Dashboard. Wie das im Einzelnen aussieht, zeigt So funktioniert es; warum WhatsApp gut als Briefkasten taugt, aber nicht als Formular, steht im Artikel Schadenmeldung per WhatsApp.

Christoph Brinke, Geschäftsführer der Smoke and Luck GmbH

Über den Autor

Christoph Brinke

Gelernter Lackierer und Kfz-Sachverständiger, heute Geschäftsführer der Smoke and Luck GmbH in Elchingen bei Ulm, die Mein Schadenfall betreibt. Er kennt die Schadenmeldung aus Werkstatt, Begutachtung und Abwicklung.

Christoph Brinke auf LinkedIn

Antworten

Häufige Fragen

Gibt es eine App für die Schadenmeldung?

Versicherer bieten zum Teil eigene Apps oder Kundenportale für die Schadenmeldung an. Für Kfz-Betriebe passt dagegen eher ein Link oder QR-Code, der im Browser läuft, ohne Installation.

Brauchen Kunden eine App, um einen Schaden online zu melden?

Nein. Eine Meldestrecke im Browser funktioniert über einen Link oder QR-Code direkt auf dem Handy, ohne App und ohne Konto. Fotos lassen sich dort genauso hochladen.

Was ist für eine Werkstatt besser, App oder Link?

In der Regel der Link, weil Kunden ihn erst im Schadenfall brauchen und dann nichts installieren wollen. Eine App lohnt sich eher für Anbieter, mit denen Kunden ständig zu tun haben.

Kann man über einen Link Fotos vom Schaden hochladen?

Ja. Eine Meldestrecke im Browser kann Fotos direkt aus der Kamera oder aus der Galerie des Handys übernehmen. Die Kamera-Freigabe fragt der Browser beim ersten Foto ab.

Wie kommt der Kunde an den Link zur Schadenmeldung?

Über einen QR-Code an Theke, Rechnung oder Aufkleber, über einen Knopf auf der Website und im Google-Unternehmensprofil oder über eine Nachricht, die der Betrieb per WhatsApp, SMS oder Mail schickt.

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